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Sakramente - liturgische Feiern

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Was sind Sakramente?

Sakramente bringen zum Ausdruck, dass jede Lebensgeschichte von Gott begleitet wird. Besonders sichtbar zeigt sich diese Liebe Gottes zu den Menschen an den Übergangsstellen des Lebens. So steht am Beginn des Lebens, der Geburt, im Sakrament der Taufe die Zusage, dass dieser Mensch von Gott geliebt und gewollt ist und dass ihm eine tiefe Beziehung zu Jesus Christus geschenkt wird.
Auf dem Weg des erwachenden Gewissens und der Kommunikationsfähigkeit werden dem Menschen in den Sakramenten der Eucharistie und der Buße schließlich Orte der Versöhnung, des Friedens und der Gemeinschaft eröffnet.
Im Übergang vom Kind sein zum Erwachsenwerden erhalten Jugendliche im Sakrament der Firmung eine Stärkung durch den Heiligen Geist, die zu einem sinnerfüllten Leben führt.
Erwachsene, die eine glückliche Beziehung führen und ihre gemeinsame Zukunft unter den Segen Gottes stellen wollen, lassen sich kirchlich trauen. Die Ehe ist für Katholiken ein wichtiges und sehr schönes Sakrament.
Die (Priester)Weihe ist schließlich das Heilszeichen an den Männern, die ihr Leben ganz in den Dienst Jesu und der Kirche geben wollen.
Wenn Krankheit den Körper bedroht, dann schenkt das Sakrament der Krankensalbung Trost und Hoffnung. (vgl. Erzbistum München und Freising)

Sakramente - Katholisch für Anfänger

Thumbnail Sakramente

Die Serie „Katholisch für Anfänger" erklärt auf einfache und humorvolle Art zentrale Begriffe aus Kirche und Christentum.

Was lehrt die Kirche?

Die Sakramente sind sinnlich wahrnehmbare, wirksame Zeichen der Gnade, die von Christus eingesetzt und der Kirche anvertraut sind und durch die uns das göttliche Leben gespendet wird. Es gibt sieben Sakramente: die Taufe, die Firmung, die Eucharistie, die Buße, die Krankensalbung, die Weihe und die Ehe.

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Die Mysterien des Lebens Christi sind die Grundlage für das, was Christus jetzt durch die Amtsträger seiner Kirche in den Sakramenten spendet.

„Was an unserem Erlöser sichtbar war, ist in seine Sakramente übergegangen“ (hl. Leo der Große).

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Christus hat die Sakramente seiner Kirche anvertraut. Diese sind Sakramente „der Kirche“ in einem doppelten Sinn: Sie sind „durch sie“ da, weil sie Handlungen der Kirche sind, die ihrerseits Sakrament des Wirkens Christi ist. Sie sind „für sie“ da, insofern sie die Kirche aufbauen.

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Der sakramentale Charakter ist ein geistliches Siegel, das durch die Sakramente der Taufe, der Firmung und der Weihe verliehen wird. Es ist Verheißung und Gewähr des göttlichen Schutzes. Durch dieses Siegel wird der Christ Christus gleichgestaltet, hat in verschiedener Weise an dessen Priestertum teil, und gehört in unterschiedlichen Ständen und Aufgaben der Kirche an. Er wird also dem Gottesdienst und dem Dienst der Kirche geweiht. Weil dieses Siegel unauslöschlich ist, werden die Sakramente, die es einprägen, nur einmal im Leben empfangen.

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Die Sakramente setzen den Glauben nicht nur voraus. Durch die Worte und die rituellen Elemente nähren sie ihn auch, stärken ihn und bringen ihn zum Ausdruck. Wenn die Kirche die Sakramente feiert, bekennt sie den apostolischen Glauben. Deshalb gilt der alte Spruch: „lex orandi, lex credendi“: die Kirche glaubt so, wie sie betet.

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Die Sakramente wirken ex opere operato („aufgrund der vollzogenen sakramentalen Handlung“). Denn Christus ist in ihnen am Werk und vermittelt die Gnade, die sie bezeichnen, unabhängig von der persönlichen Heiligkeit des Spenders. Die Früchte der Sakramente sind aber auch von der inneren Verfassung ihres Empfängers abhängig.

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Auch wenn nicht alle Sakramente jedem einzelnen Gläubigen gespendet werden, sind die Sakramente für die Christgläubigen heilsnotwendig: Sie verleihen die sakramentalen Gnaden, die Vergebung der Sünden, die Annahme an Kindes Statt, die Gleichgestaltung mit Christus, dem Herrn, und die Zugehörigkeit zur Kirche. Der Heilige Geist heilt und verwandelt jene, die sie empfangen.

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Die sakramentale Gnade ist die jedem Sakrament eigene, durch Christus gespendete Gnade des Heiligen Geistes. Diese Gnade unterstützt den Gläubigen auf seinem Weg der Heiligkeit und hilft somit auch der Kirche, in der Liebe und im Zeugnis zu wachsen.

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In den Sakramenten empfängt die Kirche jetzt schon Anteil am ewigen Leben, „während wir auf die selige Hoffnung und das Erscheinen der Herrlichkeit unseres großen Gottes und Retters Christus Jesus warten“ (Tit 2, 13).

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Katechismus der Katholischen Kirche

1131 Die Sakramente sind von Christus eingesetzte und der Kirche anvertraute wirksame Zeichen der Gnade, durch die uns das göttliche Leben gespendet wird. Die sichtbaren Riten, unter denen die Sakramente gefeiert werden, bezeichnen und bewirken die Gnaden, die jedem Sakrament zu eigen sind. In Gläubigen, die sie mit der erforderlichen inneren Haltung empfangen, bringen sie Frucht.

1132 Die Kirche feiert die Sakramente als priesterliche Gemeinschaft, die gegliedert ist durch das Priestertum, das in der Taufe empfangen wird, und das der geweihten Amtsträger.

1133 Der Heilige Geist bereitet die Gläubigen auf die Sakramente vor. Er tut dies durch das Wort Gottes und durch den Glauben, der mit aufgeschlossenem Herzen das Wort annimmt. Die Sakramente stärken so den Glauben und bringen ihn zum Ausdruck.

1134 Das sakramentale Leben bringt Frucht sowohl für den Einzelnen als auch für die Kirche. Diese Frucht besteht für jeden Gläubigen darin, dass er in Jesus Christus für Gott lebt; für die Kirche darin, dass sie in der Liebe und in ihrer Sendung zum Zeugnis wächst.